Asche im Kristall – Fingerprint als Schmuck

 

Wie sich das Bestattungsinstitut Erwin Pfeil auf neue Formen der Abschiedskultur eingestellt hat

Die Bestattungsarten, die Einstellung zur Grabpflege und die Wünsche an eine Beerdigung haben sich in den letzten Jahren zunehmend verändert. Viele Fragen und Probleme bleiben aber beim Verlust eines geliebten Menschen gleich. Deshalb steht das Bestattungsunternehmen Erwin Pfeil, an der Hauptstraße 73, Hinterbliebenen in dieser schweren Zeit zur Seite und nimmt ihnen einen Großteil der Last ab.

Dirk Blum unterstützt Trauernde, Abschied zu nehmen.

„Bei einer Erdbestattung hat man nicht so viele Möglichkeiten der Bestattungsart“, erklärt der Bestatter, Trauer- und Sterbebegleiter Dirk Blum. Vermehrt entscheiden sich Menschen für Gemeinschaftsgrabfelder, die durch selbständige Friedhofsgärtner oder selbst durch den Friedhofs­träger gepflegt werden. „In den letzten Jahren gibt es vermehrt Urnenbestattungen in Gemeinschaftsgrabfeldern oder Kolumbarien.“ Aus Kostengründen wählen viele eine Waldbestattung. „Auch entscheiden sich immer mehr Menschen für eine Verstreuung der Asche in den Niederlanden. Bei Venlo gibt es dafür einen großen Wald.“

Außergewöhnlichere Bestattungsformen sind die Kristall- oder Diamantbestattung. Bei der Kristallbestattung wird während der Herstellung des Objekts die Asche in das heiße Glas gepustet. „Dies ist in NRW eine anerkannte Bestattungsform“, erklärt Dirk Blum. Bei der Diamantbestattung wird ein Teil der Asche zu einem Diamanten gepresst, der wiederum in ein Schmuckstück eingearbeitet werden kann. Die Restasche wird meist auf Wiesen in der Schweiz verstreut oder in einer Urne beigesetzt.

„Diese Formen nehmen nicht so viele in Anspruch, da sie recht kostenintensiv sind. Aber es ist die einzige Möglichkeit, die Asche bzw. einen Teil mit nach Hause zu nehmen.“

Das Bestattungsunternehmen Erwin Pfeil bietet aber noch weitere individuelle Möglichkeiten der Erinnerung an. So kann Bestattermeister Mario Meyer auf Wunsch einen Fingerabdruck des Verstorbenen nehmen, der in ein Schmuckstück eingearbeitet werden kann. „Hin und wieder wünscht sich jemand eine Totenmaske“, sagt Dirk Blum. „Zuletzt haben wir eine für eine in Afrika lebende Verwandte eines Verstorbenen angefertigt.“

Jeder habe andere Wünsche und Vorstellungen. Manchmal erreichen Dirk Blum außergewöhnliche Anfragen: „Einer wollte wissen, ob seine Asche ins All geschossen werden kann. Eine andere wollte festlegen, dass ihre Asche aus einem Fesselballon heraus über Dorstener Feldern verstreut wird.“ Immer wieder überlassen Menschen ihren Körper auch der Medizin – „Das ist dann eine ganz andere Art von Abschied.“ Grundsätzlich führt das Beerdigungsunternehmen Erwin Pfeil jegliche Art von Bestattung durch, „solange sie mit der Bestattungsgesetzgebung konform ist.“ Das Verstreuen über den Feldern gehe nicht, der Flug ins All schon.

Die klassische Bestattung finde aber immer noch in der Urne auf dem Friedhof statt. „Auch wenn die Grabpflege von vielen nicht mehr selbst durchgeführt wird, ist der Friedhof immer noch eine wichtige kulturelle ­Stätte“, findet Dirk Blum. Friedhöfe sehen heute anders aus. Es gibt viel mehr Freiflächen durch Urnenbestattungen, Gemeinschaftsgrabanlagen oder wie auf dem evangelischen Altstadtfriedhof die Kolumbariumsstelen (einzige Möglichkeit in GE) oder auch Bestattungen auf der grünen Wiese.

Trotzdem gehört der Abschluss einfach dazu – ob dazu ein geistlicher oder ein weltlicher Redner spricht, sei jedem selbst überlassen. „Manche möchten eine Messe, andere nur einen Wortgottesdienst und wieder andere möchten selber etwas sagen.“ Für alle Fragen von den Formalitäten, der Bestattungsvorsorge und bis zur Bestattung steht Angehörigen das Beerdigungsunternehmen Erwin Pfeil unter 0209 23 633 immer zur Seite.