Gebietsbeirat nimmt Arbeit auf

So könnte es aussehen bei einem Straßenfest. Foto: Melissa/Pexels

Die Vertreter für den Gebietsbeirat stehen fest: Am 17. Juni fand die erste konstituierende Sitzung statt.

Damit ist das Gremium aus Bürgern Rotthausens sowie Vertretern der Politik gebildet und bereit zu starten.
Um erste Projekte auf den Weg bringen zu können, ist der Gebietsbeirat auf die Unterstützung der Rotthauser angewiesen. Ihre Ideen sind gefragt.

Ideen der Rotthauser sind gefragt

Der Gebietsbeirat hat seine Arbeit aufgenommen. Erste Projektanträge bis zum 19. August einreichen

(J.H.) Der Gebietsbeirat hat seine erste digitale Sitzung hinter sich. Nun gilt es, aktiv zu werden.

Das Gremium aus Bürgerinnen und Bürgern aus Rotthausen sowie Vertretern der Politik wird von nun an für die kommenden zwei Jahre vier Mal im Jahr über Projektanträge auf Mittel aus dem Quartiersfonds für das Stadterneuerungsgebiet Rotthausen entscheiden.

Diskussionsforum für stadtteilbezogene Themen

Der Quartiersfond Rotthausen verfügt jährlich über Städtebaufördermittel von Bund und Land NRW in Höhe von 70.000 Euro und soll Bewohner, Initiativen, Vereine und Einrichtungen bei der Umsetzung stadtteilbezogener Projekte unterstützen. Gefördert werden können Veranstaltungen, Wettbewerbe, Projekte zur Verschönerung des Wohnumfeldes oder zur Förderung des Images des Stadtteils.
„Die Vorschläge können bei uns im Stadtteilbüro eingereicht werden“, erklärt Andreas Browa. Dort wird zunächst überprüft, ob die Ideen den Vorgaberichtlinien entsprechen und möglichst vielen Bewohnern zugutekommen. „Jede und jeder ist herzlich eingeladen, seine Projektanträge auf Quartiersfondsmittel ab sofort im Stadtteilbüro zu stellen.“ Frist für die Anträge, über die auf der ersten Beiratssitzung abgestimmt wird, ist der 19. August 2021.

Zwei weitere Treffen für dieses Jahr geplant

Der Gebietsbeirat ist wichtiges Bindeglied zwischen der Stadt Gelsenkirchen und den Bewohnern des Stadtteils und dient als Diskussionsforum für stadtteilbezogene Themen. Neun von insgesamt 15 Mitgliedern des Gebietsbeirates vertreten die Bürger Rotthausens direkt. Sie standen in vier Themenfeldern zur Wahl und werden ergänzt durch je einen Vertreter der beiden Rotthauser Vereine ‚Bürgerverein Rotthausen‘ und ‚Rotthauser Netzwerk‘.

„Mit dem Beirat wird auch die Demokratie gestärkt“, sagt Andreas Browa. Denn, durch die starke und vielfältige bürgerschaftliche Vertretung innerhalb des Gremiums soll nicht zuletzt die Teilhabe Rotthausens am Prozess der Stadterneuerung sichergestellt werden und sichtbar sein. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen und die Bezirksvertretung Süd stellen je drei stimmberechtigte Mitglieder. Nach zwei Jahren wird das Gremium neu besetzt.

Die Geschäftsführung des Gebietsbeirats obliegt dem Stadtteilbüro Rotthausen, welches im Auftrag der Gelsenkirchener Stadterneuerung vor Ort die investiven Maßnahmen begleitet. Für das laufende Jahr sind noch zwei reguläre Sitzungen des Gebietsbeirats vorgesehen. Die erste davon soll am 16. September 2021 stattfinden.

Wer an der nächsten öffentlichen Sitzung teilnehmen möchte, wendet sich an das Stadtteilbüro, Ansprechpartner ist Andreas Browa: andreas.browa@gelsenkirchen.de, 0176-16 90 08 41. Infos zum Gebietsbeirat und Quartiersfond gibt es unter www.gelsenkirchen.de/rotthausen. Wer Projektideen oder Fragen rund um die Antragstellung hat, wendet sich an das Stadtteilbüro Rotthausen: stb-rotthausen@gelsenkirchen.de oder 0209 – 169 39 16.


Laternenumzug, Weihnachtsbeleuchtung und viele schöne Feste

Vier Vertreter verraten, wie sie die erste Sitzung erlebt haben und was ihnen wichtig ist

(J.H.) Nach der ersten Sitzung des Gebietsbeirates sprach die Rotthauser Post mit vier Gebietsbeiräten über ihre Pläne und Wünsche.

„Ich habe die erste Sitzung als sehr positiv empfunden“, sagt Katharina Greitemeier (Soziales). „Wir verfolgen alle das gleiche Ziel und schauen aus verschiedenen Blickwinkeln darauf.“ Greitemeier ist Mutter zweier Kinder und weiß, wo den Eltern im Stadtteil der Schuh drückt: „Ich erhoffe mir, dass wir ein Kommittee für Feiern einrichten können, um beispielsweise den Laternenumzug mit mehr Engagement durchzuführen.“ Gerne würde sie solche Feiern kitaübergreifend mit Unterstützung lokaler Musiker umsetzen. „Es wäre schön, mehr voneinander zu profitieren und auch die Interkulturalität zu fördern.“

Menschen zusammenbringen und Gemeinschaft fördern

Ute Melang (Eigentümerin)zieht nach der ersten Sitzung ebenfalls ein positives Fazit: „Alle, ich natürlich auch, sind sehr gespannt, wie sich Rotthausen in den nächsten Jahren positiv verändern könnte und neugierig auf die Impulse, die von den Bewohnern für Rotthausen ausgehen werden“, sagt sie. Sie wünscht sich, sich gut einbringen zu können und als Multiplikatorin Vieles ins Rollen zu bringen. „Ich hoffe sehr, dass viele Ideen verwirklicht werden können, die allen auch altersunabhängig zu Gute kommen, die sichtbar und nachhaltig sind.“

Frank Scholz (Lokale Ökonomie) freut sich schon auf erste Ideen von den Rotthausern. Das könnte ein Frühjahrs- oder Sommerfest sein oder neue Parkbänke. „Mich kennt ja hier jeder und mein Geschäft ist ein kleines Kommunikationszentrum, in dem mich jeder ansprechen kann.“ Frank Scholz wünscht sich, dass endlich eine neue Weihnachtsbeleuchtung eingerichtet wird – gerne auch in Kooperation mit ansässigen Handwerkern und Schulen. „In einer AG könnte ja vielleicht eine Leuchtwerbung entstehen.“

Jan Bretinger (Bewohnerschaft) hat das erste, wenn auch digitale, Treffen ebenfalls als positiv empfunden. „Es ging vor allem darum, wie der Rat arbeitet. Der Anfang ist schon interessant, weil wir ja noch nicht wissen, welche Anträge aus der Bürgerschaft kommen.“ Der Vorteil sei, dass keine Kategorien vorgegeben sind, sondern die Projekte für die Gemeinschaft sinnvoll sein sollen. Jan Bretinger ist in seiner Siedlung schon angesprochen worden: „Das ist schön, dass wir darüber auch Menschen dazu bewegen können, aktiv zu werden.“ Sein Wunsch ist, dass sich Initiativen oder Vereine untereinander vernetzen, die nachhaltig etwas für den Stadtteil bewirken möchten. „Projekte, die das öffentliche Leben fördern – ohne dass die Stadt eingreifen muss – finde ich sehr interessant.“


Das sind die neuen Gebietsbeiräte

Stimmberechtigte Vertreter:
Katharina Greitemeier (Soziales), Ute Melang / Reinhold Magnus (Eigentümer), Frank Scholz (Lokale Ökonomie) sowie Kim Schluckwerder, Peter K. Müller und Jan Bretinger (Bewohnerschaft); Georg Gerecht (Bürgerverein Rotthausen), Klaus Koschei (Rotthauser Netzwerk), Thomas Fath, Mabel-Mara Platz und Henning Voss (BV-Süd) sowie Stephanie Kurth, Ernst Majewski und Franziska Schwinge (Rat der Stadt).

Vertretende Mitglieder:
Nicola Bode (Soziales), Kathrin Wermuth (Eigentümer), Christian Langa (Lokale Ökonomie), Karlheinz Rabas, Hans-Günther Iwannek und Ingrid Ruberg (Bewohnerschaft);Helmut Giga (Bürgerverein Rotthausen), Felix Scholten (Rotthauser Netzwerk), Ramona Fath, Jan Philip Schaaf und Michael Schmitt (BV-Süd) sowie Annelie Hensel, Martina Rudowitz, Birgit Wehrhöfer (Rat der Stadt).