Rotthausen bleibt verschont

2010 stand das Wasser in der Gottfriedstraße. Foto: Michael Balzer

Die letzten Überflutungen waren 2009 und 2010. Was seither zum Schutz passiert ist

(GG) Die Bilder der Flutkatastrophe haben Deutschland erschüttert. Rotthausen blieb verschont. Welche Auswirkung kann Starkregen auf den Stadtteil haben?

Der Deutsche Wetterdienst definiert wie folgt: Wenn nach einem einstündigen kräftigen Regenschauer in einem Eimer oder Fass das Regenwasser eineinhalb Zentimeter hoch steht, spricht man von Starkregen. Steht das Wasser vier Zentimeter hoch (40 l/m²) dann lautet der Begriff extrem heftiger Starkregen.

Zuletzt war Rotthausen am 3. Juli 2009 und am 3. Juli 2010 von diesem extremen Starkregen betroffen. Die Wassermassen verwandelten die Verkehrswege, so auch die Steeler Straße, in Fließgewässer – ein Kühlschrank schwamm sogar am Rewe-Parkplatz vorbei. Die Hartmannstraße wurde geflutet. In der Gottfriedstraße stand ebenfalls das Wasser. Häuser standen bis zum Erdgeschoss unter Wasser. Es stand in etlichen Kellern im Stadtteil bis unter die Decke.

Effekt der Verrohrung bleibt abzuwarten

Seitdem wurde Einiges unternommen: Kanalrohre wurden erneuert, Rückstauvorrichtungen eingebaut, Kellerfenster abgedichtet usw. Trotzdem ist zu vermuten, dass sich das Wasser seinen Weg suchen wird.

An tiefer gelegenen Stellen, wie den Bahnunterführungen im Wiehagen oder an der Mechtenbergstraße sowie am Vossgraben oder am Dickmannsweg und sogar an der Straße „Auf der Reihe“ sind Überflutungen auch weiterhin zu erwarten.Wie sich die Verrohrung der beiden Rotthauser Fließgewässer Schwarzbach und Leither Bach auswirken wird, bleibt abzuwarten. Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Internetseite der Stadt Gelsenkirchen unter den Stichworten „Starkregen“ und „Starkregengefahrenkarte“.