Wechsel beim Generationenetz

Die Arbeit von Martina Mail (links) wird von Annika Schwarz fortgesetzt. Foto: privat

Annika Schwartz koordiniert als Nachfolgerin von Martina Mail die Seniorenarbeit in Rotthausen

(JP) Seit 2015 betreute Martina Mail (60) die Rotthauser Seniorenarbeit beim Generationennetz Gelsenkirchen. Nun verlegt sie ihren Arbeitskreis nach Buer und Scholven. Die studierte Alterswissenschaftlerin Annika Schwartz (24) übernimmt deshalb alle Anliegen rund ums Altern im Stadtteil.

Formulare ausfüllen, Anpassung von Wohnraum organisieren, das Kennenlernen neuer Leute oder Freizeitangebote entwickeln: Die Aufgaben von Annika Schwartz beim Generationennetz Gelsenkirchen sind vielfältig. Das 2009 gegründete Netzwerk der Stadt Gelsenkirchen arbeitet mit Vereinen, Ehrenamtlern, aber auch mit privaten und städtischen Einrichtungen zusammen. Koordiniert werden vielfältige Angebote für Seniorinnen und Senioren, die aktiv und gemeinschaftlich alt werden wollen. Vor Ort in Rotthausen, Schalke und Schalke-Nord vermittelt Schwartz die passenden Angebote für die Generation über 50 Jahren – dazu zählen Computer- oder Smartphonekurse bei den Technikbotschaftern, Unterstützung der Seniorenvertreterinnen und Nachbarschaftsstiftern (SeNas) und Freizeitaktivitäten. „Ich möchte, dass die Lebensqualität auch im fortschreitenden Alter weiter erhalten bleibt“, erkärt die in Kempen (Kreis Viersen) aufgewachsene Gerontologin.

Demenzfall gab Ausschlag für das Studium

Die Affinität für die Arbeit mit älteren Menschen geht bei Schwartz auf persönliche Erfahrungen zurück. „Ein Demenzfall in der Familie war für mein Gerontologie-Studium ausschlaggebend“, erinnert sich die 24-Jährige, die ihren Master an der Universität in Nürnberg erfolgreich absolvierte.

Dass Schwartz ihr Studium recht jung beendete, sieht sie keinesfalls als Nachteil an. „Das eigene Alter ist unwichtig, um Erlebtes des Gegenübers nachvollziehen zu können“, sagt sie. In Gelsenkirchen hat sich Schwartz bereits eingelebt. „Ich wurde hier freundlich und offen empfangen. Wobei mir die Mentalität der Menschen gut bekannt ist – mein Großvater hat eine Gelsenkirchener Vergangenheit“, erklärt sie und fügt an: „Ich arbeite mich derzeit in die Materie ein. Mein erklärtes Ziel ist es danach, unsere Angebote auch während der Corona-Pandemie weiterführen zu können.“ Martina Mail bleibt dem Generationennetz indes treu. Sie kümmert sich fortan um Buer und Scholven. „Ich habe gerne in Rotthausen gearbeitet“, sagt sie mit Blick auf die vergangenen Jahre.

Annika Schwartz
Generationenetz GE
Mobil: 0157/33031696
Mail: annika.schwartz@gelsenkirchen.de